Und das erwartet Sie:
Von Altenkirchen aus geht es Richtung Almersbach, vorbei am Gelände einer Papierfabrik. Im 17. Jahrhundert wurde hier im „Hoffnungstaler Eisenhammer" Roheisen verarbeitet. Ab 1820 erfolgte der Umbau in eine Papiermühle, welche ständig modernisiert und über viele Jahrzehnte von der Familie Jagenberg geführt wurde.
Almersbach besitzt eine sehenswerte Kirche (spätromanische, flachgedeckte Pfeilerbasilika), welche erstmals 1199 urkundlich erwähnt wurde und noch alte Freskenmalereien besitzt. Es lohnt sich also noch vor dem Abzweig ins Tal einen kleinen Abstecher zur Kirche zu machen.
Nun kommen Sie durch das abwechslungsreiche Wiedtal, welches durch den natürlichen, mäandrierenden Flusslauf einen ganz besonderen Reiz besitzt.
Gleich zu Beginn des Ortes Schöneberg finden Sie eine kleine Keramikwerkstatt. Vielleicht haben Sie Glück und können einen Blick ins Atelier Nordhoff/Zeile werfen. Übrigens soll es unterhalb der Kirche einmal ein Jagdschloss gegeben haben, von dem heute aber leider nicht mehr viel zu sehen ist. Die teils alten Fachwerkhäuser des Ortes vermitteln dennoch eine unerwartete Idylle.
Ab dem Ortsteil Neiterschen verlassen wir das Wiedtal und fahren an einem kleinen Kino vorbei, welches sich im Gebäude einer ehemaligen Mühle befindet. Sie war eine der ältesten Mühlenbetriebe in dieser Region und hat bis vor kurzer Zeit den Wasserzulauf noch zur Stromerzeugung genutzt.
Nun geht es etwa 70 Höhenmeter hinauf in den Staatsforst Altenkirchen. Die Strecke beginnt mit einem eindrucksvollen Hohlweg, dessen Entstehung auf die Nutzung dieser Verbindung zum Holz- und Steintransport zurückzuführen ist. Durch die mahlenden Wagenräder der Ochsenkarren und rutschenden Pferdehufen wurde Material der Wegesohle gelockert und beim nächsten Regen hangabwärts gespült. So blieben die Ränder als steile Böschungen erhalten und es entwickelten sich schluchtartige Hohlwege.
Nach Verlassen des Waldes gelangen Sie durch das Breibachtal und hinauf zur L 267, die wegen ihres geraden Verlaufes hier landläufig auch „Langguck" genannt wird.
Oberhalb des Wambachtals geht es durch Stürzelbach und Mahlert nach Fluterschen. Hinter der Gaststätte geht es rechts bergauf, am alten Brauershof vorbei und weiter zur neuen Hofstätte dieses Betriebes, der hier Schafhaltung und natürliche Aufbereitung und Färbung der Wolle betreibt.
Bei der Schutzhütte am Waldrand haben Sie auf ca. 300 Höhenmetern einem großartigen Panoramablick über Altenkirchen und bis in das Siegerland.
Auf einer Jahrhunderte alten Wegeverbindung fahren Sie nun nach Oberwambach, wo der Wambach entspringt. Hier geht es bald links ab nach Amteroth und hinab ins Almersbachtal, Nach Überqueren der Brücke am Ortsende folgen Sie nur kurz dem Bachlauf, dann geht es rechts hinauf zum Höhenrücken des Johannisberges. (Über diesen Talweg ist es aber auch möglich, ohne weitere Steigungen zurück bis nach Almersbach zu gelangen.)
Die Tour führt zum Bismarckturm, der 1914 von hiesigen Verehrern Bismarcks aus heimischem Felsgestein erbaut und später von der Stadt übernommen. Nach umfangreicher Restaurierung (2009 / 2010) soll er wieder als Aussichtsturm begehbar gemacht werden.
Bevor Sie zum Ausgangspunkt zurückkommen geht es noch am Ehrendenkmal vorbei, das 1927 zum Gedenken an die Kriegsopfer auf einem weiträumigen Plateau errichtet wurde. Eine später angebrachte Tafel erinnert an die jüdischen Mitbürger, die Opfer des Nationalsozialismus wurden.
Die Karte zur Tour erhalten Sie hier


